| Aufgrund der Währungsreform 1948 hatten die Menschen
mit der Deutschen Mark erstmals wieder eine gewisse Kaufkraft. Sie wurden mobiler, was dazu führte, dass sie mehr und mehr reisten und letztendlich der Wirtin Erna Hansen als zahlende Gäste fehlten. Die Gastwirtin kam dadurch auf die Idee, einen Teil der Kellerräume unter der Gaststätte an ein Ehepaar zu vermieten, welches Schokoladenartikel fabrizierte. Vom Sommer bis kurz vor Weihnachten 1950 arbeitete ich für ein wöchentliches Deputat an Schokolade in der »Schokoladenfabrik« im Bierkeller des heutigen »GEELHAUS«. Nach dem tragischen Verlust zwei weiterer Ehemänner lebte die Gastwirtin Erna Hansen allein. Sie führte die Gaststätte bis sie sie 1972 aus gesundheitlichen Gründen schließen musste. Im Jahre 1974 verstarb die Gastwirtin. Nach dem Generalisierungsplan 1981/82 wurde das Erdgeschoss des Gebäudes Koppel 76 baulich verändert. Die beiden hinteren Räume, nämlich Küche und hinterer Gastraum einschließlich Zugang, bildeten 1982 eine sogenannte Einliegerwohnung, die nur durch die heutige, äußere Küchentür zu betreten war. Nach der Baulegende befand sich im damaligen Gastraum vor dem Eck-Erker ein nicht freistehender Kachelofen, mit dem das gesamte Lokal beheizt worden ist. Der alte Biertresen hat sich im vorderen Gastraum schräg gegenüber des heutigen Tresens befunden, die äußere Langlinie der alten Bodenfliesen markiert die Stelle. Wo heute die Kasse positioniert ist, stand früher ein Tresen-Buffet, links daneben war die Gläserspüle. Zwischendurch wurde hier ein Klavier aufgestellt, welches regen Anklang bei den Gästen fand. |







